Paris, kein Tag ohne Dich

Paris, kein tag ohne Dich
D 2020 / R: Ulrike Schaz / FSK: ab 6 / OmU / 104 Min.

Zur falschen Zeit am falschen Ort. Genau dieser Umstand stellt das Leben einer jungen Frau auf den Kopf, die nichtsahnend mit ihrem damaligen Freund Jean-Marie in Frankreich auf eine Party geht. Niemand nimmt zu diesem Zeitpunkt an, dass dort der international gesuchte Terrorist Carlos, der „Schakal“, noch in derselben Nacht zwei französische Polizisten erschießen würde. Die deutsche Filmemacherin und Protagonistin Ulrike Schaz gerät somit in den Verdacht des französischen Geheimdienstes, der sie als „Terroristin“ und „Freundin von Carlos“ in ihrer Datenbank aufnimmt und sie daraufhin des Landes verweist. Fast 40 Jahre später trifft sie ihren damaligen Freund in einem Pariser Café zum ersten Mal wieder. Den Blick gerichtet auf eine kleine Schwarzweiß-Fotografie aus dem Portemonnaie ihres alten Freundes und zwei Leben, die damals auseinanderdrifteten und nie wieder ganz zusammenfanden, reflektieren sie die damaligen Ereignisse, die sich zu einem Albtraum entwickelten. Die Konsequenzen einer einzigen Nacht treten, ähnlich zufällig wie die Liebe, mit einem Donnerschlag in das Leben von Ulrike Schaz, die einen künstlerisch-einfühlsamen und gleichsam kritischen Essay über ihre unglaubliche deutsch-französische Geschichte zu Zeiten der RAF im deutschen Herbst verfasst hat. Manchmal reichen der Vorname und die Nationalität aus, um in die Fänge staatlicher Geheimdienste zu geraten: „Ich glaube, dich hatten sie viel mehr im Visier, weil du deutsch warst und Ulrike heißt“, meint Jean-Marie.

Ulrike Schaz wurde in Süddeutschland geboren und lebt in Hamburg St. Pauli. Sie studierte an der Kunsthochschule Stuttgart und an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. 1989 realisierte sie ihren ersten Essayfilm: „Hommage an einen Raum. Die Werkstatt meines Vaters.“ Seither arbeitet sie als unabhängige Filmemacherin. Sie hat Dokumentar- und Essay-Filme in Thailand, Indien, Bangladesch und Europa gedreht. Einige ihrer Filme entstanden aus ihrem langjährigen Engagement in internationalen feministischen Netzwerken. Seit 2005 unterrichtet und mentoriert sie als Tutorin der Yangon Film School in Myanmar.

Französische Filmwoche Sachsen-Anhalt 2021
08. bis 15. September
Halle . Magdeburg . Quedlinburg

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